[Erfahrung] Meine Augen-Operation

Hallo Ihr Lieben,

heute will ich euch von meiner Erfahrung über meine Augen-Operation erzählen.
Denn nach über 40 Jahren mit Brille sehe ich die Welt nun mit "neuen Augen"!

Aber ich will gerne von Anfang an erzählen:



Ich trage seit meinem 2. Lebensjahr eine Brille. Wer die Mode der 70er-Jahre kennt, weiß wie schrecklich die Brillen damals aussahen. Aufgrund einer starken Fehlsichtigkeit wurde mein Auge täglich mit diesen häßlichen Pflastern und auf der Brille mit Folie abgeklebt. Unzählige Besuche bei Augenärzten und in der Uni-Klinik Kiel ergaben leider immer, dass man operativ nichts machen könne. Ein Leben ohne räumliches Sehen - ich kenne es ja nicht anders. Irgendwann habe ich mich dann mit dem Tragen einer Brille abgefunden.




Mein lieber Mann ermutigt mich schon seit vielen Jahren, mich doch mal in einer weiteren Fachklinik beraten zu lassen. Vielleicht haben Medizin und Forschung schon etwas Neues ergeben. Nachdem ich nun mit meiner letzten Brille so unzufrieden war, hatte ich dann endlich vor fünf Wochen mein erstes Gespräch bei EuroEyes in Hamburg. Meine Güte, was war ich nervös und aufgeregt 😳 




Nach verschiedenen Messungen an neuesten technischen Geräten sowie einer Augeninnendruck-Messung wurden meine Augen intensiv von einem Facharzt untersucht. In einem netten Gespräch wurden mir dann die Möglichkeiten einer Operation vorgestellt. Dass ich das räumliche Sehen erhalte, davon habe ich nicht einmal geträumt und diese Hoffnung hat mir der Arzt auch sehr schnell weggenommen. Dazu später mehr!

In meinem Fall gab es nur die Option die natürlichen Linsen durch Trifokallinsen zu ersetzen. Die Kosten hierfür werden von keiner Gesetzlichen Krankenkasse übernommen und sind reines Privatvergnügen. Da wir zu Hause schon im Vorwege über die möglichen Kosten gesprochen haben, haben wir nur bei einer kurzen Kaffeepause über das WANN gesprochen, denn dass ich künftig ohne Brille leben und zudem auf eine Gleitsichtbrille für die Alterssichtigkeit verzichten möchte, stand für mich schon vor der Untersuchung fest. Ein weiterer Pluspunkt für mich: durch den Linsentausch kann ich nicht mehr am grauen Star erkranken und das Risiko für den grünen Star wird minimiert.

Neun Tage später saß ich dann etwas weniger aufgeregt in der Klinik. Untersuchungen an 6 verschiedenen modernen Geräten sowie einer weiteren intensiven Untersuchung der Augen durch einen Facharzt sowie das Weittropfen der Pupillen nehmen etwa 2 Stunden in Anspruch.

Nach einigen Unterschriften sowie Terminen und Rezept für Augentropfen hieß es dann "Auf Wiedersehen" in 3 Wochen zur OP! Denn die neuen Trifokallinsen werden extra für jeden Patienten hergestellt.


Am OP-Tag wurde mein Auge ganze 4 Mal mit 6 verschiedenen Tropfen behandelt. Zum Abschluß gab es noch ein Antiseptikum in und ums Auge und dann ging es auch schon auf den OP-Tisch. Nach Betäubungstropfen ins Auge ging es auch schon los. Die ganze OP hat gerade mal 10 Minuten gedauert. Es hat NICHT weh getan. Ich empfand zwischendurch den Druck im Auge sehr unangenehm, aber keinesfalls schmerzhaft. Während und nach der OP wurde das Auge gespült, was angenehm kühl war.





Dann ging es auch schon wieder nach Hause. Das zweite Auge habe ich am nächsten Tag operieren lassen. Die OPs liefen perfekt!

Über die Details der Operation an sich möchte ich hier nicht spoilern. Nicht jeder mag Fotos und Videos anschauen. Im Internet gibt es eine große Auswahl an OP-Videos.







Tropfen zur Heilung der Augen sowie eine breite Sonnenbrille zum Schutz vor Wind und Staub gehören zum Programm.





Einen Tag nach der 2. OP



An den Nachsorge-Terminen wird wieder der Augeninnendruck gemessen. Ein Sehtest sowie die gründliche Untersuchung der Augen sind standard. Die Ärzte sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, die Trifokallinsen sitzen perfekt. Die Hornhaut ist durch die OP und die vielen Augentropfen noch sehr geschwollen, was aber normal ist. Nun heißt es Geduld, damit sich Auge-Hirn anders verständigen und sich an das neue Sehen gewöhnen.





Das komplette Team von EuroEyes ist super nett! Alle Fragen werden geduldig beantwortet. Sie haben mein Vertrauen im Nu erworben, deshalb kam für mich kleinen Angsthasen auch keine andere Klinik in Frage. Ich kann EuroEyes wirklich sehr empfehlen und würde mich auch wieder dort operieren lassen.

Eine Sache liegt mir besonders am Herzen:
Als Kind der 70er wurde meine Fehlsichtigkeit mit dem Schielen und einem dominanten rechten Auge viel zu spät erkannt und behandelt. Mein erster Besuch in der Uni-Klinik war erst mit 4 Jahren, da war es für eine Operation bereits zu spät und ich werde niemals räumlich (dreidimensional) sehen können. Das macht sich auch beim Ballsport oder im Straßenverkehr bemerkbar.

Nach heutigem Stand kann man nur in den ersten 2 Lebensjahren die richtige Behandlung durchführen. In dieser Prägephase kann das Hirn noch lernen, was die Augen betrifft. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nur wenige Kinderärzte darauf hinweisen und viele Kinder deshalb gar nicht von Augenärzten untersucht werden. Oder die Mütter es abtun mit dem Satz "ach, was soll mein Kind denn lesen können mit nicht mal 1 Jahr, das erspar ich mir". Eure Kinder werden es euch danken, wenn die Fehlsichtigkeit frühzeitig erkannt und behandelt wird!

Ich werde euch weiter über den weiteren Heilungsprozess und das Endergebnis auf dem Laufenden halten. Wenn ihr auch Erfahrungen mit Augen-Operationen habt, hinterlaßt mir gerne einen Kommentar.

Liebe Grüße
Eure Yen






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