[Rezension] Gillian Flynn - Gone Girl - Das perfekte Opfer



Autor Gillian Flynn
Titel Gone Girl - Das perfekte Opfer
Seiten 592
Verlag Fischer
Veröffentlichung Juli 2014
Genre Krimis & Thriller
ISBN 9783596188789











Buchbeschreibung
„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? 

Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?
Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe - ein teuflisch gutes Lesevergnügen.
Quelle: Verlagsseite

Meine Meinung
Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Nick, einem Typen aus einer Kleinstadt in Missouri, und Amy, einer waschechten New Yorkerin. Mitten in der Wirtschaftskrise verlieren beide ihre Jobs und wagen einen Neuanfang in Nick's Heimatstadt Carthage. Vom New York Girl zum gelangweilten Land-Frauchen.

Am 5. Hochzeitstag verschwindet Nick's Frau Amy, Alles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin. Der verdacht fällt natürlich auf Nick.

Aus den Erzählungen schließe ich bereits in den ersten Kapiteln, dass die beiden sich nicht wirklich kannten und sich ziemlich was vorgemacht haben, um dem anderen zu gefallen. Keine lieben Worte oder Gesten mehr, nur noch Verachtung und Mißtrauen. Für meinen Geschmack ist die Vorstellung der Hauptfiguren eher langweilig geschrieben und es dauert einige Kapitel, bis es endlich spannend wird.

Nick stellt sich als unschuldiger Ehemann dar. Nach und nach kommen Dinge heraus, die ihn immer mehr zum Verdächtigen werden lassen. Er hat Visionen vom Tathergang, die er sehr gut mit Schauspielerei verstecken kann. Seine Erzählungen weichen sehr von Amys Tagebucheinträgen ab. Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Wer kannte wen? Wer ist Amy? Wer ist Nick? Wer ist das Opfer? Wen will man bemitleiden? Kann man überhaupt einen von beiden bemitleiden?

Man meint, eine Lösung gefunden zu haben, doch dann taucht ein neuer Hinweis oder der nächste Tagebucheinträgen auf und alle Vermutungen werden wieder von Bord geworfen. Und *BAMM* nimmt die Story wieder eine Wendung, mit der man nicht gerechnet hat!

Ein ausgeklügelter Rosenkrieg - wer liegt am Ende richtig mit seiner Vermutung, wie die Geschichte ausgeht?

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